Aufruf zur weltweiten Lesung

Aufruf zur weltweiten Lesung

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Aufruf zur weltweiten Lesung für die Demokratiebewegung in Hongkong am 9. September 2020

Das internationale literaturfestival berlin [ilb] ruft zur weltweiten Lesung

Das internationale literaturfestival berlin [ilb] ruft Individuen, Schulen, Uni-versitäten, kulturelle Institutionen und Medien zu einer Weltweiten Lesung für Meinungs- und Versammlungsfreiheit am 9. September 2020 auf. Mit diesen Lesungen soll auf die Lage der Meinungs- und Versammlungsfreiheit und der Menschenrechte in Hongkong aufmerksam gemacht werden, die am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen in Paris verabschiedet wurden.

Das in Hongkong jüngst verabschiedete Sicherheitsgesetz und die damit verbundenen Regelungen und Festnahmen reihen sich ein in eine lange Tradition der teils subtilen, teils offensiven Bemühungen der Volksrepublik Chinas, Einfluss auf die seit 1997 teil-autonome Sonderverwaltungszone Hongkong sowie deren Regierungsbildung auszuüben. Neben weiteren wurde der pro-demokratische Aktivist Benny Tai festgenommen, nachdem er zuvor in Reaktion auf das neue Sicherheitsgesetz aus seiner Anstellung als Professor an der University of Hong Kong (HKU) entlassen worden war. Der Guardian schrieb am 1. Juli: „Der Umfang von Pekings Mandat wurde deutlich, als am späten Dienstag alle Einzelheiten des Gesetzes veröffentlicht wurden, das den Behörden weitreichende Befugnisse zur Bekämpfung von Meinungsverschiedenheiten einräumte und China neue Ebenen der Kontrolle über das halbautonome Gebiet ermöglichte.“

Das neue Sicherheitsgesetz beschleunigt die andauernden Bemühungen Chinas, kritische Stimmen und Meinungsfreiheit in Hongkong zu unterbinden. Die Führung in Peking nutzt die globale Krise aufgrund von COVID-19, um rasch Fakten zu schaffen und das „Ein Land, zwei Systeme“-Prinzip zu untergraben. So gewährt das Gesetz der Hongkonger Polizei weitreichende Durchsuchungs- und Überwachungsvollmachten und kriminalisiert nicht genehme politische Aktivitäten als Terrorismus. Dieser Kurs verdeutlicht, wie dringlich internationale Aufmerksamkeit und Solidarität gerade jetzt sind.

Gelesen werden sollen die 30 Artikel der Menschenrechte, die Sie in über 500 (!) Sprachen auf der Website der Vereinten Nationen finden sowie gelesen in dem Film „What Matters“ von Vivienne Westwood, Nina Hoss, Can Dündar, Patti Smith, Simon Rattle, Ai Weiwei, Elfriede Jelinek und David Grossman, untertitelt in den Sprachen Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hindi, Russisch, Spanisch und Türkisch über die Website des internationalen literaturfestival berlin
Institutionen und Personen, die sich mit einer Lesung am 9. September 2020 beteiligen möchten, werden gebeten, sich mit dem Literaturfestival in Verbindung zu setzen.

(Quelle; PM – internationales literaturfestival berlin)

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